Discussion:
Etwas Finanzmathematik
(zu alt für eine Antwort)
Walter H.
2018-08-22 17:45:39 UTC
Permalink
Hallo,

momentan sieht es ja mit den Zinsen auf Ersparnisse sehr sehr schlecht
aus; man muss ja fast froh sein, nicht bezahlen zu müssen;

der Leitzinssatz ist ja bekannt, schon eine Weile negativ;

angenommen ein Zinssatz fällt von +1% auf -1%
dann hat er doch um 200% abgenommen, oder?

um wieviel % muss er dann wieder zunehmen um die urspr. +1% zu sein?

Grüße,
Walter
Roland Franzius
2018-08-22 17:56:35 UTC
Permalink
Post by Walter H.
Hallo,
momentan sieht es ja mit den Zinsen auf Ersparnisse sehr sehr schlecht
aus; man muss ja fast froh sein, nicht bezahlen zu müssen;
der Leitzinssatz ist ja bekannt, schon eine Weile negativ;
angenommen ein Zinssatz fällt von +1% auf -1%
dann hat er doch um 200% abgenommen, oder?
um wieviel % muss er dann wieder zunehmen um die urspr. +1% zu sein?
Nennt man Prozentesprozentrechnung.

Hatten wir erst gestern. Die Kleine bekommt von Papas Eis 15% und von
Mamas Eis 40%. Da war sie ganz glücklich, weil sie mehr als die Hälfte
bekam.
--
Roland Franzius
Hans Crauel
2018-08-22 19:25:42 UTC
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Roland Franzius schrieb
Die Kleine bekommt von Papas Eis 15% und von Mamas Eis 40%.
Da war sie ganz glÌcklich, weil sie mehr als die HÀlfte bekam.
Die Kleinen kann man immer wieder gut ueber den Loeffel
balbieren, ja. Schon bald wird ihr die Abschaetzung

0,15 x + 0,4 y < 0,5 x + 0,5 y = (x+y)/2

fuer positive x und y klar werden und sie wird erkennen,
dass mit diesen Anteilen immer weniger als die Haelfte
fuer sie bleiben wird.

Hans
Walter H.
2018-08-23 14:08:11 UTC
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Post by Roland Franzius
Post by Walter H.
angenommen ein Zinssatz fällt von +1% auf -1%
dann hat er doch um 200% abgenommen, oder?
um wieviel % muss er dann wieder zunehmen um die urspr. +1% zu sein?
Nennt man Prozentesprozentrechnung.
ich suchte eigentlich nicht nach einem Begriff sondern um die Höhe der
Zunahme ...
Hans-Peter Diettrich
2018-08-23 05:50:55 UTC
Permalink
Post by Walter H.
Hallo,
momentan sieht es ja mit den Zinsen auf Ersparnisse sehr sehr schlecht
aus; man muss ja fast froh sein, nicht bezahlen zu müssen;
der Leitzinssatz ist ja bekannt, schon eine Weile negativ;
Deshalb sollte man heutzutage Schulden machen und von der Bank die
Negativ-Zinsen kassieren :-]

DoDi
Walter H.
2018-08-23 14:06:42 UTC
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Post by Hans-Peter Diettrich
Post by Walter H.
Hallo,
momentan sieht es ja mit den Zinsen auf Ersparnisse sehr sehr schlecht
aus; man muss ja fast froh sein, nicht bezahlen zu müssen;
der Leitzinssatz ist ja bekannt, schon eine Weile negativ;
Deshalb sollte man heutzutage Schulden machen und von der Bank die
Negativ-Zinsen kassieren :-]
das ist keine Idee, die Volkswirtschaften fallen reihenweise darauf herein;
am Beispiel von AT
wir haben jetzt soviel Schulden, daß wir f. den Zinsendienst in Summe
zwar weniger ausgeben wie damals mit deutlich weniger Schulden,
aber da keine Tilgung in Sicht ist, und wenn der Zinssatz doch wieder
ins positive dreht oder schlimmer noch wirklich Erträge bringt,
dann gibt es kaum eine Volkswirtschaft die dabei nicht kriegsähnliche
Zustände erfährt ...

am Beispiel von AT hieße das, daß der Zinsendienst ein vielfaches dessen
verschlingt, als damals mit weniger Schulden ...
aber das ist nie und nirgends budgetiert ...

aber das beantwortet die Frage nicht ...

"angenommen ein Zinssatz fällt von +1% auf -1%
dann hat er doch um 200% abgenommen, oder?"

"um wieviel % muss er dann wieder zunehmen um die urspr. +1% zu sein?"

Grüße,
Walter
Stephan Gerlach
2018-08-23 22:54:25 UTC
Permalink
Post by Walter H.
Hallo,
momentan sieht es ja mit den Zinsen auf Ersparnisse sehr sehr schlecht
aus; man muss ja fast froh sein, nicht bezahlen zu müssen;
der Leitzinssatz ist ja bekannt, schon eine Weile negativ;
angenommen ein Zinssatz fällt von +1% auf -1%
dann hat er doch um 200% abgenommen, oder?
Hier ist wohl etwas verwirrend, daß das Symbol % mehrdeutig verwendet wird.

Wenn du sagst:
"Ein Geldbetrag fällt von +1 GE (GeldEinheiten) auf -1 GE", dann gilt:
- der Geldbetrag hat um 2 GE abgenommen, und
- der Geldbetrag hat um 200% abgenommen.

Genausogut könntest du statt "Geldbetrag in GE" sagen "Länge in
Minuten", "Zeit in Minuten", "Widerstand im Ohm", "Personenanzahl in
'Anzahl'",...
D.h. die Einheit (E) spielt allgemein eigentlich keine Rolle.
Du kannst die Abnahme (oder auch Zunahme) einmal in der Einheit E oder
in % angeben. [*]

Etwas verwirrend wird die Sache (wie bereits erwähnt) allerdings dann,
wenn die Einheit E selbst % ist. Dann lautet mein Satz [*] von oben
komischerweise:
Du kannst die Abnahme (oder auch Zunahme) einmal in der Einheit % oder
in % angeben.

D.h. das Symbol % wird einmal als Einheit (z.B. GE, m, min, Ohm,
'Anzahl',...) verwendet, andererseits aber in der ursprünglichen
Bedeutung als Prozent.

Um Verwirrung zu vermeiden, sollte man IMHO verschiedene Bezeichnungen
in der Aufgabe verwenden, z.B. könntest du deine Frage wie folgt stellen:

"... angenommen ein Zinssatz fällt von +1 Prozentpunkte auf -1
Prozentpunkte, dann hat er doch um 200% abgenommen, oder?..." [**]

Die Antwort lautet dann:

"... Der Zinssatz hat um 2 Prozentpunkte abgenommen. Das entspricht
einer Abnahme um 200%..."
Post by Walter H.
um wieviel % muss er dann wieder zunehmen um die urspr. +1% zu sein?
Hier sollte dir (in Bezug auf die modifizierte Fragestellung [**])
erstmal klar werden, ob du mit "wieviel %" tatsächlich "wieviel %" oder
stattdessen "wieviel Prozentpunkte" meinst.

Deine Frage könnte entweder so lauten:

"... um wieviel % muss er dann wieder zunehmen um die urspr. +1
Prozentpunkte zu sein?..."

Oder so:

"... um wieviel Prozentpunkte muss er dann wieder zunehmen um die urspr.
+1 Prozentpunkte zu sein?..."


Beide Fragen überlasse ich dir bzw. anderen Lesern als Übungsaufgabe.
--
Post by Walter H.
Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)
Walter H.
2018-08-24 11:31:56 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Stephan Gerlach
"... Der Zinssatz hat um 2 Prozentpunkte abgenommen. Das entspricht
einer Abnahme um 200%..."
Post by Walter H.
um wieviel % muss er dann wieder zunehmen um die urspr. +1% zu sein?
Hier sollte dir (in Bezug auf die modifizierte Fragestellung [**])
erstmal klar werden, ob du mit "wieviel %" tatsächlich "wieviel %" oder
stattdessen "wieviel Prozentpunkte" meinst.
natürlich meine ich "wieviel %", sonst hätte ich ja "wieviel
Prozentpunkte" geschrieben;
Post by Stephan Gerlach
"... um wieviel % muss er dann wieder zunehmen um die urspr. +1
Prozentpunkte zu sein?..."
Beide Fragen überlasse ich dir bzw. anderen Lesern als Übungsaufgabe.
ich scheitere nicht an der Aufgabe nur an der Skurilität des Ergebnisses;

darum das selbe Problem etwas anders formuliert;

Maxi hat sein Taschengeldkonto um 1 EUR überzogen;
am nächsten Zahltag bekommt Maxi auf sein Taschengeldkonto seine
üblichen 2 EUR von Papa; und hat damit statt -1 EUR jetzt +1 EUR
auf seinem Taschengeldkonto;

um wieviel % hat denn der Kontostand auf seinem Taschengeldkonto
zugenommen?

es gilt: q = nachher / vorher = (+1 EUR) / (-1 EUR) = -1
q = 1 + p/100% also -1 = 1 + p/100% oder p = -200 %
der Stand auf seinem "Taschengeldkonto" hat um -200% zugenommen

irgendwelche Einwände?
Detlef Müller
2018-08-24 14:36:30 UTC
Permalink
Post by Walter H.
Hallo,
[...]
Post by Walter H.
ich scheitere nicht an der Aufgabe nur an der Skurilität des Ergebnisses;
darum das selbe Problem etwas anders formuliert;
Maxi hat sein Taschengeldkonto um 1 EUR überzogen;
am nächsten Zahltag bekommt Maxi auf sein Taschengeldkonto  seine
üblichen 2 EUR von Papa; und hat damit statt -1 EUR jetzt +1 EUR
auf seinem Taschengeldkonto;
um wieviel % hat denn der Kontostand auf seinem Taschengeldkonto
zugenommen?
es gilt: q = nachher / vorher = (+1 EUR) / (-1 EUR) = -1
q = 1 + p/100% also -1 = 1 + p/100% oder p = -200 %
der Stand auf seinem "Taschengeldkonto" hat um -200% zugenommen
irgendwelche Einwände?
Nö.

Die Negative Zahl besagt ja, daß der Kontostand prozentual
abgenommen hat.

Wenn das Konto aus Schulden besteht (negatives Guthaben), wird man auch
hoffen, daß der Kontostand, also die Schuldenmenge, mit jeder
(positiven) Einzahlung prozentual abnimmt.
Ist der Stand also negativ, so gehen absolute und relative
"Erhöhung" in verschiedene Richtungen.

Stimmt natürlich, daß man da erst einmal stutzig werden kann.

Gruß,
Detlef
--
Dr. Detlef Müller,
http://www.mathe-doktor.de oder http://mathe-doktor.de
Walter H.
2018-08-24 17:17:01 UTC
Permalink
Post by Detlef Müller
Post by Walter H.
Hallo,
[...]
Post by Walter H.
ich scheitere nicht an der Aufgabe nur an der Skurilität des Ergebnisses;
darum das selbe Problem etwas anders formuliert;
Maxi hat sein Taschengeldkonto um 1 EUR überzogen;
am nächsten Zahltag bekommt Maxi auf sein Taschengeldkonto seine
üblichen 2 EUR von Papa; und hat damit statt -1 EUR jetzt +1 EUR
auf seinem Taschengeldkonto;
um wieviel % hat denn der Kontostand auf seinem Taschengeldkonto
zugenommen?
es gilt: q = nachher / vorher = (+1 EUR) / (-1 EUR) = -1
q = 1 + p/100% also -1 = 1 + p/100% oder p = -200 %
der Stand auf seinem "Taschengeldkonto" hat um -200% zugenommen
irgendwelche Einwände?
Nö.
Die Negative Zahl besagt ja, daß der Kontostand prozentual
abgenommen hat.
jetzt wird es aber schräg, denn es gilt doch, daß ein Kontostand von
-1 kleiner ist als von +1, oder?

und wenn es eine Reduktion von +200%¹ bedarf, wo ist hier die Abnahme
des Kontostandes bzw. des Vermögens?

¹ eine Reduktion von +200% ist doch das selbe wie eine Zunahme um -200%,
oder?

weil bei der Umkehrung, sprich er hat +1 EUR auf seinem Taschengeldkonto
und nimmt 2 EUR, überzieht also um 1 EUR, und geht damit Schulden von 1
EUR ein, und hat damit einen Kontostand von -1 EUR, liegt es doch auf
der Hand, die +1 EUR von vorher sind die 100% also sank der Kontostand
um 200%

wieviel Prozent sind denn am Konto wenn es mit 1 EUR im Soll ist?
das sind 100% und das ist doch eher schräg als logisch;

weil man ja was aufs Konto geben muss, um nichts am Konto zu haben;
wie hoch ist hier der Kontostand in Prozent in Relation zu vorher?
vorher waren es ja mit -1 EUR die 100% und nachher - wo man ja
eigentlich mehr hat, sprich keine Schulden, sondern nichts - mit 0 EUR
sind das auf einmal nur 0%

schon schräg, oder?
Post by Detlef Müller
Wenn das Konto aus Schulden besteht (negatives Guthaben), wird man auch
hoffen, daß der Kontostand, also die Schuldenmenge, mit jeder
(positiven) Einzahlung prozentual abnimmt.
irgendwie schon, wobei eine negative Einzahlung sollte eigentlich
Auszahlung heißen;
Post by Detlef Müller
Ist der Stand also negativ, so gehen absolute und relative
"Erhöhung" in verschiedene Richtungen.
das erklär mal wen;
Post by Detlef Müller
Stimmt natürlich, daß man da erst einmal stutzig werden kann.
so richtig schräg wird es wenn man dann sowas hat:

vorher war das Konto um 100 EUR im Soll und nacher mit 10 000 EUR im Haben

q = nachher / vorher = (10000 EUR)/(-100 EUR) = -100
q = 1 + p/100%
-100 = 1 + p/100%
p = -10100% Ah ja ...

da könnt ma fast Kabarett machen, die lachen und merken net mal,
daß es richtig ist :-)

Grüße,
Walter
Paule Paul
2018-08-27 15:25:07 UTC
Permalink
Post by Walter H.
vorher war das Konto um 100 EUR im Soll und nacher mit 10 000 EUR im Haben
q = nachher / vorher = (10000 EUR)/(-100 EUR) = -100
q = 1 + p/100%
-100 = 1 + p/100%
p = -10100%  Ah ja ...
da könnt ma fast Kabarett machen, die lachen und merken net mal,
daß es richtig ist :-)
irgendwie falsch!

der normale Buchungssatz in Sicht eines Unternehmens (privat oder
geschäftlich) lautet:

"Soll - an - Haben"

es gibt verschiedene "Konten" für Unternehmen und Banken.


auf privater Seite steht der "Soll", und bedeutet, wieviel "Kapital" in
der Kasse (Portmornai) ist.
das "Haben" steht als Gegenkonto, damit ein Ausgleich geschaffen
werden kann.

Es heißt nicht nur "Keine Buchung, ohne Beleg.", sondern die
"Buchungs-Konten" müssen immer ausgeglichen/gleich sein.

Man nennt Buchungs Konten auch als T-Konten.
Das T kommt aus den Begriff "Transfer".

Nehmen wir mal an, Deine Tochter bekommt von Dir 10 Euro.
Vorher hattest Du 100 Euro in der Geldbörse.

Dann würd das T-Konto "Pappa - an - Tochter" entstehen, wobei "Pappa"
und "Tochter" zwei _unterschiedliche_ Konten sein müssen.

Pappa ersetzen wir mal als Soll - Seite (links), und
Tochter ersetzen wir mal als Haben - Seite (rechts).

Tochter hat erstmal kein Geld/Kapital.
Pappa hat aber 100 Geldeinheiten in seiner Geldbörse ...

Das T-Konto "Pappa":

Soll Haben
---------+-----------
100 |

Das T-Konto "Tochter":

Soll Haben
---------+-----------
0 |

jetzt gibt der Pappa der Tochter 10 Geldeinheiten.
Dann schaut das so aus:
Es wird immer das Target, also das Ziel zuerst gebucht.
Abgänge werden auf der rechten Seite (im Haben) festgeschrieben.
Eingänge werden auf der linken Seite, im Soll festgeschrieben.

Das Ziel ist also das T-Konto "Tochter".
Dann heißt der der Buchungssatz;

Soll an Haben:
Tochter an Pappa:
+10 an -10


Ziel:
Soll Tochter Haben
---------+-----------
+10 |


Quelle:
Soll PSoll Tochter Haben
---------+-----------
0 | +10
+10 |
appa Haben
---------+-----------
| -10

Um die 2 Konten "Abschließen zu können, müssen beide eine
gleiche Balance (Ausgelichen) sein.

Dabei muss nun beachtet werden, dass alle Summen, also alle
Eingänge und Abgänge zusammen gezählt werden, und in der
jeweiligen Spalte notiert werden.

Die entstandene Differenz (sofern vorhanden) der beiden
T-Konten Seiten bestimmt dann, ob ein Überschuß oder ein
Verlust entstanden ist.

In der Wirtschaft wird dieses (Neue) Konto GuV - Gewinn und
Verlust Konto genannt, was aber hier nicht behandelt werden
soll.

Diesmal ist das Ziel aber "Pappa", da die Tochter ihren
Willen durchgesetzt hat und Eis in Wert von 10 Euro kaufen
kann.

Der Buchungssatz heißt nun:

Ziel an Quelle:
Pappa an Tochter
-10 an +10

Die beiden T-Konten "Pappa" und "Tochter" sehen dann so aus:

Ziel:
Soll Pappa Haben
---------+-----------
+100 | -10
-10 |

Quelle
Soll Tochter Haben
---------+-----------
0 | +10
+10 |

Um den Buchungskreis zu schließen werden nun die Diferenzen
gebildet:

Soll Pappa Haben
---------+-----------
+100 | -10
-10 | +90
---------+-----------
+90 | +90
=========+===========

Wie man vielleicht schon oben bemerken konnte, fehlen nun 10
Geldeinheiten in Pappas Kasse und Pappa hat nun nur noch 90
Geldeinheiten zur Verfügung.

Tochter freut sich aber nun, das sie 10 Euro in ihre vorher
leere Kasse mehr hat:

Soll Tochter Haben
---------+-----------
0 | 0
+10 | +10
---------+-----------
+10 | +10
=====================

Um nun den Prozentwert zu Berechnen, wieviel Pappa abegeben und
Tochter bekommen hat, gibt es drei weitere Dinge oder auch Formeln,
die beachtet werden müssen:

G := Grundwert
W := Prozentwert
p := Prozentsatz

G := 100 Geldeinheiten von Pappa
W := 10 Geldeinheiten für Tochter
p := x Prozent sind gesucht

dann würde die Formel/Lösung sein:

G 100
p := --- := --- := 10 Prozent ergeben.
W 10

Pappa hat also 10 Prozent seiner Ersparnisse seiner Tochter gegeben.

Jetzt ist Pappas Tochter groß geworden, ist 18 Jahre alt, und sie
verfügt auch schon über ein Girokonto, auf dem noch keine Transfers
getätigt worden sind.

Sie beschließt, die gesparrten 10 Euro auf eine Bank einzuzahlen.
Jetzt ist ja nun die Sachlage so, daß wir (also die Tochter) wieder
zwei T-Konten hat, und diese T-Konten jeweils zwei "Ziele" Transfer's
darstellen.

Zum einen ist das private "T-Konto Tochter-Kasse" ein Ziel an Tochter
als auch "T-Konto Tochter-Bank" ein Ziel.

Beide T-Konten sind im positiven Bereich:
T-Konto Tochter-Kasse hat +10 Geldeinheiten
T-Konto Tochter-Bank hat 0 Geldeinheiten, also keine Schulden.

Wir erinnern uns: "Soll an Haben".

Wie wir schnell feststellen können, entsteht bei der vorliegende
Buchung ein Überschuß vor: Ziel an Quelle , Quelle ist aber auch gleich
Ziel, so dass der Buchungssatz: Ziel an Ziel entstehen würde.

Denn sowohl Ziel-Tochter und -Bank gehören Tochter.
Dies ergibt einen Kurzschluß, da man gleiche "Pole" nicht zusammen-
schließen kann/darf

Deshalb Buchen Banken im Umgedrehten Sinne.
Die linke "Soll" Seite wird zum Verlust, und die Haben zum Gewinn Kont
Seite.

Das wörtchen "Soll" heißt dann im Sinn: "Da sollten eigentlich 10
Geldeinheiten sein, sind aber nicht, und somit ist die Soll Seite
für die Roten Zahlen -> also Verlust ("minus)".

Anders ist auch mit der Haben Seite: Tochter "haben/hat" 10 Geld-
einheiten im "plus".

Daher ist nun das Ziel := Bank und die Quelle Tochter-Kasse (da ja,
(wir denken wieder um, 10 Geldeinheiten aus der Kasse entnommen werden,
und auf das Transfer Konto Bank eingebucht werden.

Also:
Immer das Ziel zuerst:
Soll an Haben (Haben ist wie oben beschrieben nun das Ziel)
Tochter-Bank an Tochter-Kasse
+10 -10


Soll Tochter-Kasse Haben
---------+-----------------
+10 | +10
0 | -10
-10 | 0
---------+-----------
0 | 0
=====================


Soll Tochter-Bank Haben
---------+--------------
0 | 0
+10 | +10
---------+-----------
+10 | +10
=====================

Gruß Paule
Walter H.
2018-08-27 16:21:33 UTC
Permalink
Post by Paule Paul
Post by Walter H.
vorher war das Konto um 100 EUR im Soll und nacher mit 10 000 EUR im Haben
q = nachher / vorher = (10000 EUR)/(-100 EUR) = -100
q = 1 + p/100%
-100 = 1 + p/100%
p = -10100% Ah ja ...
da könnt ma fast Kabarett machen, die lachen und merken net mal,
daß es richtig ist :-)
irgendwie falsch!

Post by Paule Paul
der normale Buchungssatz in Sicht eines Unternehmens (privat oder
"Soll - an - Haben"
Buchhaltung und Finanzmathematik sind 2 Paar Schuhe;
und die sogenannte doppelte Buchhaltung kennt keine negativen Zahlen;

das verklicker mal Deinem Bankfritzen, er soll Dir von Deinem Konto
mit Kontostand +1 EUR, gefälligst 100 EUR 'rausrücken, und das ohne
negativer Zahlen in Bezug auf den darauffolgenden Kontostand am
Kontoauszug ...
Paule Paul
2018-08-27 16:54:55 UTC
Permalink
Post by Walter H.
und die sogenannte doppelte Buchhaltung kennt keine negativen Zahlen;
das ist richtig.
Aber Buchhaltung hängt mit bilanzieren und Stufe höher Kosten-
Leistungs-Rechnung zusammen.
Falls Du dann noch Maschinen hast, die Abgeschrieben werden
sollen/müssen, entsteht doch eine Differenz.
Und Differenz bedeutet für mich, das da irgendeine Summe mit
einer kleineren Summe abgezogen wird, bis die Summe irgendwan
0 ist oder einen Erinnerungswert von 1 Geldeinheit hat.

Ich mein, erst dann kann man ja Gewinn machen, wenn alle
Schulden getilgt sind.
Oder anders ausgedrückt: Reich werden wird man nicht, wenn man
sich ein Auto, Haus, etc. ... leistet.
Denn diese Geldwerten Sachen verursachen Kredit, Kredit aufnehmen
kannst dann erst wenn Du Arbeit hast.
Hast Du dann Arbeit, dann brauchst Du Jahre, um den Kredit
aufzunullen.
Das beudeutet, Du bist eingeschränkt, weil Du Angst hast Deinen
Arbeitsplatz zu verlieren.
Dann fängst an zu Grübeln, zu Mosern.
Wirst gefangen in Gedanken, Alkohol, ... bist dann am Staat
gefangen und zahlst erneut Steuern, der Kredit wird immer
höher ....

Willst Du jetzt versuchen an Hand von Tageszinsen oder Zinses-
zins durch Deine Bank reich werden?
Gerade in Zeiten der Rezession und *hust Minuszinsen?

Das ja nur ein Gewand oder Schlagwort, um Schulden umzulegen.

Ich kann mir auch nicht Erklären, wie man auf einer Steuer,
also Sozialgelder, Steuern erlassen kann.
Das doch auch nur ein Gewand, um den "Steuerzahler" am Leben
zu Halten, der evtl. seine Erspanisse (Haus, ...) verkauft
und verstaatlicht.

Aber das ist ja sicherlich nicht Bestandteil dieser Anfrage
von Dir - oder?

Paule
Walter H.
2018-08-27 17:54:30 UTC
Permalink
Post by Paule Paul
Post by Walter H.
und die sogenannte doppelte Buchhaltung kennt keine negativen Zahlen;
das ist richtig.
Aber Buchhaltung hängt mit bilanzieren und Stufe höher Kosten-
Leistungs-Rechnung zusammen.
das ist nicht Thema ...
Paule Paul
2018-08-27 17:12:21 UTC
Permalink
Post by Walter H.
Hallo,
momentan sieht es ja mit den Zinsen auf Ersparnisse sehr sehr schlecht
aus; man muss ja fast froh sein, nicht bezahlen zu müssen;
der Leitzinssatz ist ja bekannt, schon eine Weile negativ;
angenommen ein Zinssatz fällt von +1% auf -1%
dann hat er doch um 200% abgenommen, oder?
um wieviel % muss er dann wieder zunehmen um die urspr. +1% zu sein?
Grüße,
Walter
diese 1% beziehen sich ja auf 100 auf ein Gegenwert.
Also 100:1

Als Unternehmer bedeutet ja die Mehrwertsteuer einen
durchlaufenden Posten, da ja immer der letzte diese zu
Zahlen hat.

Also was macht der Unternehmer?
Er setzt diese Steuer auf Rechnung.
Da wird aus 100%, 116%

Der Kaufmann setzt dann zur besseren Veranschaulichung
116 := 1,16

dann kann er ja entscheiden, ob er die Mehrwertsteuer
betrachten will oder nicht.

Minuszinsen gibt es nicht.
Also bedeutet -1 ein verlust von 100 %

Dann hat man für einen Einkauf von 100 Geldeinheiten noch
keinen Gewinn gemacht (noch Skonto, Rabatte draufrecnen).

Als Unternehmer muss man also mindestens den gleichen
Einkaufswert auf den Vorläufigen Verkaufswert aufrechen,
und man ist quasi, ja, auf 200 % angekommen.

Aber wie gesagt, da müssen noch Steuer, Verpackung,
Verbrauchsmaterial, Rohstoffe, Transport, Währungschwankungen
und Entscheidungen, die aus der Kosten-Leistung kommen
drauf gerechnet werden, so dass man wieder das doppelte
aufrechnen kann/muss.

Schließlich will ja der Unternehmer nicht nur Verkaufen,
sondern auch Leben.

Also kurzes Fazit: sich verselbständigen ist eine Gute Sache.
Ist aber in Deutschland viel zu schwer.

Wer kauft eine Bonbon-Tüte, die 400 Geldeinheiten kostet?

Hofe gedient zu haben.
Paule
Walter H.
2018-08-27 17:53:54 UTC
Permalink
Post by Paule Paul
Post by Walter H.
Hallo,
momentan sieht es ja mit den Zinsen auf Ersparnisse sehr sehr schlecht
aus; man muss ja fast froh sein, nicht bezahlen zu müssen;
der Leitzinssatz ist ja bekannt, schon eine Weile negativ;
angenommen ein Zinssatz fällt von +1% auf -1%
dann hat er doch um 200% abgenommen, oder?
um wieviel % muss er dann wieder zunehmen um die urspr. +1% zu sein?
Grüße,
Walter
diese 1% beziehen sich ja auf 100 auf ein Gegenwert.
Also 100:1
Als Unternehmer bedeutet ja die Mehrwertsteuer einen
durchlaufenden Posten, da ja immer der letzte diese zu
Zahlen hat.
Also was macht der Unternehmer?
Er setzt diese Steuer auf Rechnung.
Da wird aus 100%, 116%
in welchem Land sind die MwSt. nur 16%?
Post by Paule Paul
Minuszinsen gibt es nicht.
doch, das hat zur Folge, daß bei einem Negativzins von z.B.
dem 3M Euribor (Satz vom 24. Aug. 2018 = -0,319%)
Du bei einem Wohnungskredit bei dem es heißt 3M Euribor plus 1¾%,
daß Du nur 1,75% - 0,319% = 1,431% an Zins der Bank zahlen musst ...

von Gesetzeswegen aber ist eine Weitergabe dieses Negativzinses an
die Sparer untersagt, dort gilt 0,01%
Post by Paule Paul
Wer kauft eine Bonbon-Tüte, die 400 Geldeinheiten kostet?
ich, wenn ich dabei einen Stundenlohn von 24000 Geldeinheiten habe;
aber da wird dann ein Festplatte im 6 stelligen Bereich liegen ...
Post by Paule Paul
Hofe gedient zu haben.
Nö, Thema verfehlt
Paule Paul
2018-08-27 18:21:02 UTC
Permalink
Post by Walter H.
ich, wenn ich dabei einen Stundenlohn von 24000 Geldeinheiten habe;
aber da wird dann ein Festplatte im 6 stelligen Bereich liegen ...
Ach, Dir geht es um die Festplatte?
Nun, die hab ich vor etlichen Jahren vor die Haustür eines
Kumpels gelegt.
Die hatte ich aber gelöscht gehabt, weil da soviel Forensik
drauf war.
Eigentlich habe ich den ganzen Computer auseinander genommen
und Danny vor die Tür gestellt.
Dachte, ich könnte da was Gut machen.

Heute will ich keine 6 stellige Geldeinheiten.
Ich will nur meine Ruhe.

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