Discussion:
Massensterben in Schweden?
(zu alt für eine Antwort)
Roland Franzius
2020-04-20 18:02:45 UTC
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Hi,
Nimmt man die Daten von https://coronavirus.jhu.edu/map.html
so kommt man auf  1540 Todesfälle bei 10,23 Mio Einwohnern in Schweden,
und man kommt auf 4642 Todesfälle bei 83,02 Mio Einwohnern.
Das sind 269% mehr Tote in Schweden.
Korrelliert man das mit der einzigen geometrisch-sozial relevanten
Maßzahl, der Bevölkerungsdichte

D = 230/km^2
S = 23/km^2

und der Tatsache, dass die Infektionsrate proportional zum Quadrat ist,
nämlich der Zahl der Begegnungen pro Sekunde, dann wäre hierzulande
unter schwedischen Bedingungen in der Ausbreitungsgeschwindigkeit noch
mal ein Faktor 100 drin, also nicht 1.5%% sondern 15%.

Siehe New York City mit dem sicher weltbesten Krankenhaussystem.
--
Roland Franzius
Juergen Ilse
2020-04-21 00:51:16 UTC
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Hallo,
Post by Roland Franzius
Siehe New York City mit dem sicher weltbesten Krankenhaussystem.
NY und "weltbestes Krankenhaussystem? <Huestel> ...

Tschuess,
Juergen Ilse (***@usenet-verwaltung.de)
Hans CraueI
2020-04-21 01:09:12 UTC
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Roland Franzius schrieb
Post by Roland Franzius
Nimmt man die Daten von https://coronavirus.jhu.edu/map.html
so kommt man auf  1540 Todesfälle bei 10,23 Mio Einwohnern in Schweden,
und man kommt auf 4642 Todesfälle bei 83,02 Mio Einwohnern.
Das sind 269% mehr Tote in Schweden.
Korrelliert man das mit der einzigen geometrisch-sozial relevanten
Maßzahl, der Bevölkerungsdichte
D = 230/km^2
S = 23/km^2
und der Tatsache, dass die Infektionsrate proportional zum Quadrat ist,
nämlich der Zahl der Begegnungen pro Sekunde, dann wäre hierzulande
unter schwedischen Bedingungen in der Ausbreitungsgeschwindigkeit noch
mal ein Faktor 100 drin, also nicht 1.5%% sondern 15%.
Ersteres träfe zu, wenn die Bevölkerung weitgehend gleichmäßig
verteilt wäre. In Schweden ist der Süden m.W. nennenswert dichter
besiedelt. Inwieweit das mit den unterschiedlichen
Bevölkerungsdichten in der BRD vergleichbar ist und damit
ignoriert werden kann, scheint mir nicht so offensichtlich.

Des weiteren kann die Proportionalität der Infektionsrate zur
Flächengröße infolge unterschiedlicher Erschließung durchaus
subquadratisch sein. In dichten Waldgebieten gibt es weniger
Kontakte als in Parkgebieten oder in Wiesenlandschaften.
Zudem spielt unterschiedliches Sozialverhalten noch eine Rolle;
die Infektionshäufigkeit einer Bevölkerung, in welcher häufigere
Außenkontakte - drinnen und/oder draußen - üblich sind, ist höher.

Hans
Roland Franzius
2020-04-21 10:13:13 UTC
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Post by Hans CraueI
Roland Franzius schrieb
Post by Roland Franzius
Nimmt man die Daten von https://coronavirus.jhu.edu/map.html
so kommt man auf  1540 Todesfälle bei 10,23 Mio Einwohnern in Schweden,
und man kommt auf 4642 Todesfälle bei 83,02 Mio Einwohnern.
Das sind 269% mehr Tote in Schweden.
Korrelliert man das mit der einzigen geometrisch-sozial relevanten
Maßzahl, der Bevölkerungsdichte
D = 230/km^2
S = 23/km^2
und der Tatsache, dass die Infektionsrate proportional zum Quadrat ist,
nämlich der Zahl der Begegnungen pro Sekunde, dann wäre hierzulande
unter schwedischen Bedingungen in der Ausbreitungsgeschwindigkeit noch
mal ein Faktor 100 drin, also nicht 1.5%% sondern 15%.
Ersteres träfe zu, wenn die Bevölkerung weitgehend gleichmäßig
verteilt wäre. In Schweden ist der Süden m.W. nennenswert dichter
besiedelt. Inwieweit das mit den unterschiedlichen
Bevölkerungsdichten in der BRD vergleichbar ist und damit
ignoriert werden kann, scheint mir nicht so offensichtlich.
Des weiteren kann die Proportionalität der Infektionsrate zur
Flächengröße infolge unterschiedlicher Erschließung durchaus
subquadratisch sein. In dichten Waldgebieten gibt es weniger
Kontakte als in Parkgebieten oder in Wiesenlandschaften.
Zudem spielt unterschiedliches Sozialverhalten noch eine Rolle;
die Infektionshäufigkeit einer Bevölkerung, in welcher häufigere
Außenkontakte - drinnen und/oder draußen - üblich sind, ist höher.
Jo, so machen wird das. Wir beginnen mit Mittelwerten für die
Koeffizienten eines einfachen vermuteteten Zusammnhangs und führen dann
weitere Biege- und Wendelparameter ein, um, die höheren Ableitungen
genauer zu fitten. Wenn man davon unendlich viele braucht, war es halt
eine schlechte Hypothese.
--
Roland Franzius
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